DachdeckerGesellenprüfung
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Baustelle einrichten

1. Lehrjahr · 20 Std.

Gewerke am BauBauzeitenplanBaustelleneinrichtungsplanVerkehrssicherungUnfallverhütung

Theorie

Wer ist am Bau beteiligt?

BauherrPlanungs-büroBau-firmenBau-aufsichtPlanung: plant und zeichnetBaufirmen: führen ausBauaufsicht: überwachtReihenfolge am Bau: Rohbauer, Zimmerer, Dachdecker,Klempner.Du kommst erst, wenn Rohbau und Dachstuhl stehen.

An einem Bauvorhaben arbeiten viele Gewerke zusammen: Rohbauer, Zimmerer, Dachdecker, Klempner, Elektro- und Sanitärbetriebe. Damit alles ineinandergreift, muss die Reihenfolge der Arbeiten geplant und koordiniert werden.

Der Bauherr ist der Auftraggeber. Das Planungsbüro (Architekt/Ingenieur) plant und zeichnet. Die Baufirmen führen aus. Die Bauaufsicht (Bauaufsichtsbehörde) überwacht, dass die öffentlich-rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

Als Dachdecker kommst du meist erst, wenn der Rohbau und der Dachstuhl stehen — deine Arbeit muss also mit den vorherigen Gewerken abgestimmt sein.

Die Baustelle planen

123451Gebäude2Kran3Baubude4Materiallager5ZufahrtDraufsicht mit genormten Sinnbildern, Maßstab 1:100.Kurze Wege sparen Zeit und verhindern Unfälle.

Bevor die Arbeit beginnt, wird die Baustelle eingerichtet. Im Baustelleneinrichtungsplan wird festgelegt, wo Kran, Materiallager, Bauwagen (Baubude), Zufahrten sowie die Strom- und Wasserversorgung stehen.

Der Plan wird mit genormten Sinnbildern und in einem festgelegten Maßstab (z. B. 1:100) gezeichnet. Ziel ist ein sicherer und rationeller Ablauf mit kurzen Wegen: Das Material soll möglichst im Schwenkbereich des Krans liegen, damit es nicht umgesetzt werden muss.

Eine gute Planung spart Zeit, Geld und verhindert Unfälle durch Gerümpel und lange Transportwege.

Arbeitssicherheit: das STOP-Prinzip

S — Substitution: Gefahr vermeidenT — Technisch: Geländer, Gerüst, NetzO — Organisatorisch: Ablauf, UnterweisungP — Persönlich: PSA, AuffanggurtwirksamerDie höhere Stufe hat immer Vorrang. PSA steht anletzter Stelle.

Schutzmaßnahmen werden nach ihrer Wirksamkeit in einer Rangfolge ausgewählt — dem STOP-Prinzip:

S — Substitution: die Gefahr ganz vermeiden oder durch etwas Ungefährlicheres ersetzen. T — Technische Schutzmaßnahmen: z. B. ein Seitenschutz/Geländer gegen Absturz. O — Organisatorische Maßnahmen: z. B. Unterweisung, Absperrung, Arbeitszeiten. P — Persönliche Schutzausrüstung (PSA): z. B. Auffanggurt gegen Absturz.

Die höhere Stufe hat immer Vorrang. PSA steht an letzter Stelle: Sie wird erst eingesetzt, wenn technische und organisatorische Maßnahmen nicht ausreichen. Gerade auf dem Dach ist die Absturzsicherung lebenswichtig.