Untere, seitliche und obere Abschlüsse
Eine Wandbekleidung ist nie eine reine Fläche. Erst die Abschlüsse entscheiden darüber, ob sie dauerhaft funktioniert — dort dringt Wasser ein, dort wird die Hinterlüftung geführt, dort wirken die Windkräfte am stärksten.
Der untere Abschluss (Sockel) hat zwei Aufgaben: Er hält die Bekleidung aus dem Spritzwasserbereich heraus und lässt gleichzeitig die Zuluft in die Hinterlüftungsebene. Deshalb sitzt dort ein Lüftungsprofil oder ein Lochblech — es hält Vögel und Insekten fern, ohne den Luftquerschnitt zu verschließen. Ein dichter Sockelabschluss würde die Hinterlüftung abwürgen.
Der obere Abschluss ist das Gegenstück: Hier verlässt die erwärmte Luft die Konstruktion. Zusätzlich muss der obere Rand vor eindringendem Niederschlag geschützt werden, meist durch ein Abdeckblech mit Wasserfalz oder Tropfkante.
Seitliche Abschlüsse — an Gebäudekanten, an Fugen, an angrenzende Bauteile — werden mit Profilen ausgebildet, die eine Bewegung der Bekleidung zulassen. Starr eingespannte Bekleidungen reißen oder beulen bei Temperaturwechsel.